Wolke12

DIE ERINNERUNGSGUERILLA

Fragen der Erinnerung

Fast jeder kennt das: Eine simple Frage, in einem Nebensatz gestellt, holt einen Tage später ein, und man beginnt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse können dabei sehr überraschend sein. Was aber, wenn diese Frage nie gestellt worden wäre? Die Erinnerungsguerilla hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, als soziales Kunstprojekt „Erinnerungszettel“ im öffentlichen Raum anzubringen – und damit Fragen zu stellen, die an zentrale Kräfte und Werte im Menschen erinnern. Durch Erkunden von Themen wie „Wofür lebst Du?“, „Tut es gut, was Du machst?“ oder „Wann singt Dein Herz?“ soll ein Bewusstsein für eigene und mündige Antworten geschaffen werden – fern von Fremdbestimmung. Mittlerweile sind mehr als 3.000 Menschen an der Erinnerungsguerilla beteiligt. Sie alle verbindet die Idee des Menschseins als „fühlende und denkende Einheit im großen Ganzen“. Initiatorin der Erinnerungsguerilla ist Susan Barth: „Eine Veränderung des Einzelnen und unserer Gesellschaft kann durch den Funken Unruhe entstehen, den eine Frage hinterlassen kann.“ Seit 2012 stiftet Barth auf diese Weise Unruhe mit ihrer Kunstaktion, die sich seither viral im gesamten Bundesgebiet verbreitet hat.

„Meine Vision ist die einer etablierten Institution, die auf viele Arten an freies Denken und Selbststeuerung erinnert. Die Auszeichnung hilft, die Möglichkeiten einzuschätzen und auszubauen.“

Susan Barth

Flein, LK Heilbronn