7 Dinge, die man von Kreativen lernen kann
7 Dinge, die man von Kreativen lernen kann

Das Netzwerk der Kultur- und Kreativpiloten ist wie eine Schatztruhe voller kluger Köpfe und Ideen. Vieles können sich andere Branchen von der Kreativwirtschaft abgucken. Wir zeigen euch, wer nach diesen Prinzipien arbeitet. Lasst euch inspirieren!

7 Dinge, die man von Kreativen lernen kann

Das Netzwerk der Kultur- und Kreativpiloten ist wie eine Schatztruhe voller kluger Köpfe und Ideen. Vieles können sich andere Branchen von der Kreativwirtschaft abgucken. Wir zeigen euch, wer nach diesen Prinzipien arbeitet. Lasst euch inspirieren!

7 Dinge, die man von Kreativen lernen kann

1. Arbeit anders denken

Die Art und Weise, wie und wo wir arbeiten, hat sich in den letzten hundert Jahren radikal geändert. Und so wird sich in den nächsten Jahrzehnten die Arbeitsform wieder wandeln. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist hier Vorreiter. Die Arbeitsplätze sind flexibel, die Hierarchien weichen Netzwerken, es geht nicht nur ums Geld, sondern auch darum, ein gutes Leben zu leben. In einer digitalisierten und wissensorientierten Gesellschaft sind neue Arbeitsformen Teil des Erfolgs.

Die Kreativpiloten von endboss projects haben in Hannover auch das Platzprojekt ins Leben gerufen. Sie stellen Raum für Projekte zur Verfügung, die unter normalen Bedingungen nicht in der Stadt umsetzbar wären - und zeigen somit den Bedarf für solche Flächen auf. Dieses Konzept bringt Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen, lässt ein informelles Netzwerk entstehen, in dem der Stadtraum neu bespielt wird.

7 Dinge, die man von Kreativen lernen kann

2. Innovation nicht alleine angehen

Vielfach sind Probleme in anderen Branchen bereits gelöst, während die eigene Branche noch daran arbeitet. Bei Cross Innovation werden Lösungswege aus anderen Kontexten genutzt, um schneller zu eigenen Innovationen zu gelangen. So lassen sich z. B. Lösungen für die Automobilbranche durchaus in der Kreativwirtschaft finden.

Kreativpilot Julian Adenauer will den interdisziplinären Austausch fördern. Gemeinsam mit Christian Zöllner und Jasmin Grimm organisiert er einen Austausch zwischen 10 Unternehmern aus Ostdeutschland und 10 Kreativunternehmern und Künstlern: Das Creative Production Lab. Die Teilnehmenden profitieren gegenseitig von ihren jeweiligen Kompetenzen und stärken so ihre Innovationsfähigkeit. Es geht darum, zu verstehen, wie die anderen ticken und mit welchen Methoden und Technologien sie arbeiten. Und darum, zu lernen, wie Synergien und erfolgreiche Kollaborationen entstehen können.

7 Dinge, die man von Kreativen lernen kann Video: Open Production Lab

3. Altes neu verwerten

Verschnitte, Verpackungen, Verbrauchtes. Upcycling - ein bestimmtes Material wird aufgewertet, statt nur wiederzuverwenden, was bislang Abfall war. Die Limitierung durch vorhandene Mittel setzt Kreativität frei, schafft neue Formen und schont nebenher die Umwelt. Produkte bekommen so eine spürbare Geschichte. Oder aber als valide geltende Funktionen werden hinterfragt und neu besetzt. So kann ein Objekt, das für eine Funktion bekannt ist, neu interpretiert und verwendet werden.

Die Kreativpiloten Kerstin Rank und Thomas Gardeia schenken Rettungswesten aus Flugzeugen ein neues Leben. Sie verwandeln entsorgte Materialien der Flugzeugindustrie in Design-Taschen. Seit dem Launch der Marke im Jahr 2010 konnte BAG TO LIFE 75.000 Westen vor der Entsorgung retten und damit 119 Tonnen Müll vermeiden.

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4. Ohne Rezept kochen

Effectuation ist eine Erkenntnis der Entrepreneurshipforschung. Wie gehen erfolgreiche Unternehmer mit Unsicherheit um? Sie halten sich nicht mit Plänen an einer unvorhersehbaren Zukunft auf – sondern beherrschen das Prinzip "Kochen ohne Rezept". Kreative kennen diese Art zu handeln gut und haben ihr eigenes Know-How dazu entwickelt.

In unseren Workshops vermitteln die Coaches dieses Prinzip an die Kreativpiloten. Auch Kreativpilot Robert Rebele folgt diesem Prinzip – ohne dass er davon wusste: "Ich habe gelernt, dass meine Arbeitsweise, von der ich immer dachte, sie wäre nur ein munteres Herumdilettieren, einer Methode folgt. Nämlich der Methode Effectuation, die Michael Faschingbauer in seinem Buch beschrieben hat. Wir Kreativpiloten durften ihn kennenlernen und ausfragen. Das war ein Wahnsinns-Augenöffner."

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5. Spiele in den Alltag bringen

Spielen, Lernen und Arbeit sind heute mehr denn je gleichwertig im Auge des Spielers. Nur wurde die echte Welt meist weniger sorgsam entworfen als Games. Doch Game Designer können mit Spielmechanismen auch außerhalb von Spielen mehr Spaß und Effektivität in Alltägliches bringen.

Die Kreativpiloten Sandro Engel und Amelie Künzler von Urban Invention wollen alltägliche Situationen spannender gestalten. Die beiden Designer haben einen Ampelschalter mit Touchscreen-Funktion und einem eingebauten Spiel entwickelt. Beide Straßenseiten sind über diesen Schalter miteinander verbunden, sodass man mit dem Gegenüber eine Runde zocken kann, bis die Ampel grün wird.

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6. Sich trauen zu improvisieren

Die Welt verändert sich ständig, aber die meisten Menschen können nur schlecht damit umgehen. Prozesse können noch so gut geplant sein, es kann immer anders kommen als gedacht. Oder man will bewusst den Weg der Gewohnheit nicht verlassen. In beiden Fällen muss improvisiert werden, um spontan und sinnvoll agieren zu können.

Kreativpiloten Leonie Pichler leitet das multimediale Theaterensemble Bluspots Productions. Sie weiß, wie sehr man aus der Welt der Kunst auch in anderen Bereichen schöpfen kann und überträgt Prozesse der Bühne auch auf den Berufsalltag.

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7. Besser scheitern und #weitermachen

Beim Rapid Prototyping geht es darum, mit dem geringsten Mitteleinsatz am schnellsten feststellen zu können, ob eine Idee funktioniert oder ob sie noch eine Überarbeitung braucht. Scheitere schnell und scheitere häufig. Wer nur wenig wagen muss, der hat auch nur wenig zu verlieren.

Die Kreativpiloten Denis Dilba und Georg Dahm haben quasi aus Scheitern ein Geschäftsmodell gemacht. Mit Failbetter Media entwickeln sie Qualitätsmedien im Online-Zeitalter und halten es nach dem Motto von Samuel Beckett: "All of old. Nothing else ever. Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better."

 

 

Bildcredits: William Veder // ehrensache DV GmbH und Co KG // Max Geuter// Urban Invention //  Christian Krinninger // Georg Dahm

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Bewerbungsformular

Jedes Jahr zeichnen wir für die Bundesregierung 32 Unternehmen aus. Wir suchen Menschen, die Mut beweisen, Engagement zeigen und sich immer fragen: Was kann ich noch besser machen? 

Bewerben können sich Unternehmen, Selbständige, Gründer und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und deren Schnittstellen zu anderen Branchen.

Bewirb dich mit:
Deinem Unternehmen, deinem Projekt oder deiner Idee. Allein oder mit dem gesamten Team. Du kannst ein Einsteiger sein, der Experte auf deinem Gebiet oder jemand, der es noch einmal wissen will.

Bewirb dich bis zum 1. Juli 2018.

Für deine Bewerbung musst du nur drei Fragen beantworten: Wer bist du? Was ist deine Idee? Warum möchtest du als Kreativpilot ausgezeichnet werden? Darüber hinaus kannst du zusätzlich Material zur Veranschaulichung wie ein PDF, Bilder, einen Link zum Video oder der Webseite usw. hochladen, das ist aber kein Muss. Insgesamt können 3 Anhänge hochgeladen werden (max. 140MB) oder ein Video-Link eingefügt werden. Du bekommst eine Bestätigungsmail. Wenn du noch Fragen hast, wende dich gerne an uns: kreativpiloten@u-institut.de. Viel Erfolg!

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Stelle dich und dein Team vor. Wir möchten wissen, wer du bist und was du bisher schon gemacht hast. Wenn ihr mehrere Team-Mitglieder seid, könnt ihr auch gerne eure Lebensläufe bei Schritt 3 hochladen.

Bitte stelle Dich und Dein Team vor.

Stelle deine Idee, dein Projekt oder dein Unternehmen vor. Wir möchten wissen, was du vorhast oder bereits umsetzt. Halte deine Beschreibung möglichst kurz. Gerne kannst du uns Anschauungsmaterial oder dein Portfolio bei Schritt 3 hochladen. Das ist aber kein Muss.

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