KRISTINA WIßLING

Origami für die Industrie

Origami ist ursprünglich eine jahrhundertealte japanische Papierfaltkunst. Seit dem Einzug mathematischer Regeln begeistert die Technik Wissenschaftler und Ingenieure auf der ganzen Welt. Mittlerweile hat sich daraus als breites Forschungsfeld für Anwendungen entwickelt. Das ist das Fachgebiet von Kristina Wißling. Die Designerin bietet neuartige Verfahren zur Verkleinerung und Vergrößerung von Objekten und Oberflächen von Produkten an. Sie entwickelt zwei- und dreidimensionale sowie statische und bewegliche Faltlösungen in unterschiedlichen Maßstäben mit verschiedenen Falttechniken. Diese Lösungen eröffnen Wißling zufolge neue Möglichkeiten für die industrielle Fertigung, zum Beispiel für Gefäßstützen in der Medizin (Stents). Durch Falten lassen sich komplexe Bauteile aus einem Stück fertigen, ohne Kleben, Nieten und Schweißen, so die Designerin. Der geringere Materialverbrauch, komprimierte Produktionsabläufe und kürzere Produktionszeiten sollen im großen Stil Kosten sparen.

(Lennestadt)